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Meeresschildkröten

Grüne Meeresschildkröte Sea Turtle Grüne Meeresschildkröte
Im Mesozoikum vor ungefähr 130 Millionen Jahren wimmelte es in den Meeren von großen und furchterregenden Reptilien, aber am Ende der Kreidezeit starben die großen Reptilien aus, also vor 50 Jahrmillionen. Unsere heutigen Reptilien sind nur noch die kümmerlichen Überbleibsel aus dieser großen Vergangenheit.
Die Meeresschildkröten aus unserer heutigen Zeit sind in den Tropen und Subtropen beheimatet, aber viele Tiere werden von den Meeresströmungen weit auf die hohe See hinausgetragen, zum Beispiel mit den Golfstrom erreichen sie auch die Gewässer der nordwesteuropäischen Küste.
Der Körper der Schildkröten ist in einen zweigeteilten Panzer von recht verschiedenartiger Gestalt eingehüllt, aus dem nur der Kopf, Beine und Schwanz herausragen. Der Panzer besteht zum Teil aus Knochen des Innenskelettes, zum größten Teil jedoch aus großen, flachen Knochen, die durch Verknöcherungen der Haut entstanden und mit den eigentlichen Skelett verwachsen sind. Die obere Panzerhälfte (Carapax) und die untere Panzerhälfte (Plastron) sind entweder fest miteinander verwachsen oder durch ein elastisches Ligament verbunden. In der Regel stoßen die Hornschilde von Carapax und Plastron an den Rändern aneinander oder überlappen sich. Die Kiefer der Schildkröten sind unbezahnt, doch sind sie sehr scharfkantig und ihre Kanten sind mit Hornscheiden besetzt, so dass eine Art Schnabel entsteht. Die Atmung ist bei Meeresschildkröten besonders interessant, sie findet mit Hilfe von zwei sackartigen Organen beiderseits der Kloake statt.
Zur Fortpflanzungszeit wandern die männlichen und weiblichen Tiere zu den Küsten ihrer Geburtsstätte. Die Paarung findet im Wasser statt, wobei sie ihre Eier außerhalb des Wassers ablegen, Dazu kriechen die Weibchen den Strand hinauf - ungefähr alle 12 Tage einmal, bis die drei bis fünf Gelege fertig sind. Mit den Hinterbeinen graben sie ein gutes Stück oberhalb der Spritzzone eine Vertiefung von 40-70 cm in den Sandboden und legen ihre Eier ab. Anschließend wird das Loch mit Sand aufgefüllt und unkenntlich gemacht, indem der Sand ringsum aufgewühlt wird. Dann kriechen die erschöpften Tiere langsam zum Meer zurück. Das Gelege kann bis zu 200 Eier enthalten, aus denen je nach Artzugehörigkeit nach 35-75 Tagen die Jungen schlüpfen. Die Jungen versuchen unmittelbar danach das Meer zu erreichen. Während ihrer Wanderung zum Meer, die sie so schnell wie möglich ausführen, fallen die jungen Meeresschildkröten verschiedenen Räubern zum Opfer. Aus einem Gelege erreichen durchschnittlich 1-2 Schildkröten das fortpflanzungsfähige Alter.

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